Rückblick

Der Blog des Reli GK ist nun schon seit vier Monaten am Start, die Sommerferien stehen vor der Tür und es wird Zeit eine Bilanz zu ziehen.

Das Bloggen ist für mich eine völlig neue Erfahrung gewesen. Ich bin zwar täglich im Internet und nutze es auch, doch habe ich das Internet nur besucht weil ich etwas wissen wollte. Das Projekt hat mir aber auch das aktive Arbeiten im Internet näher gebracht, was mir zuvor nicht vertraut war und ich muss sagen, dass es auch sehr viel Spaß gemacht hat, sich in diese mir unbekannten Welt mitreißen zu lassen und sie kennen zu lernen.
Meine sonstigen Aktivitäten im Netz beschränken sich im Wesentlichen auf Musik, Videos, soziale Netzwerke wie Facebook oder andere Kommunikationsnetzwerke. Desweiteren suche ich das Internet auf um etwas in Erfahrung zu bringen. Dieses Blogprojekt unterscheidet sich doch sehr stark von diesen alltäglichen Netzaktivitäten.
Ich habe zu meinem Bedauern nicht sehr viel Zeit in das Blog gesteckt, da es oftmals an der nötigen Motivation gefehlt hat. Doch wenn ich mich einmal dazu entschlossen habe mich mit dem Projekt zu beschäftigen, so war es oft sehr schwer sich von der Arbeit zu lösen, da sie mir persönlich sehr viel Spaß und Freude bereitet hat. In meinem Projekt präsentiere ich die katholische Kirche in Polen. Meine Absicht war es einen Teil meiner Kultur, die den meisten Deutschen total fremd ist, näher zu bringen und zu beschreiben. Ich würde solche Projekte sehr gerne im Unterricht haben wollen, da sie etwas komplett anderes sind als das was für gewöhnlich in der Schule gemacht wird. Das Projekt ist eine neue Erfahrung des gemeinsamen Arbeitens die man für gewöhnlich erst in der Berufswelt kennen lernt.
Ich bin der Meinung, dass das Projekt ein Erfolg war und, dass es eine schöne Art des Arbeitens gewesen ist. Beim nächsten Mal müsste ich aber engagierter an das Projekt gehen, dann würde es noch mehr Spaß machen.

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In wie weit kann die Kirche Social Media Marketing nutzen? – Definition und Denkanstoß

Fast jede Einrichtung, Organisation oder Unternehmen, sowie Dienstleister, nutzen aktuell Marketing auf Sozialen Plattformen im Internet. Sollte die Kirche diesen Trend mitgehen, oder steht sie im Kontrast zur Gesellschaft? Ich hoffe, dass ich mit folgendem Aufsatz einen Denkanstoß geben kann.

Im Religionsunterricht wurde in letzter Zeit, viel über Kirche im Internet und dem dahinterstehenden Konzept diskutiert. Doch wird dieses Angebot genutzt? Wie können Gemeinden oder Orden ihre Präsenz im Internet verbessern und ist dies überhaupt mit dem Glauben zu vereinbarn? Doch die Bewertung fällt der Kirche selbst zu, oder wie sehen sie das? Als Ausblick auf die Möglichkeiten die im Internet bestehen, eine Seite oder ein Produkt, in dem Fall der Glaubengedanke selbst, zu vermarkten, folgt eine Arbeit aus meinem Politik und Wirtschaft Leistungskurs zu dem Thema Social Media Marketing, die ich in Bezug auf Banken ausgearbeitet hatte, zur Aufklärung. Es soll die bestehenden Möglichkeiten aufzeigen und zum Denken anregen, ob von kirchlichen Einrichtungen solche Konzepte genutzt werden sollten. Ich hoffe auf rege Beteiligung und somit viele Kommentare.

Social Media Marketing

1. EINLEITUNG

Wenn man sich heute die Frage stellt, wo die Möglichkeiten und Freiheiten sowie der Kontakt zwischen Menschen am einfachsten, schnellsten und vielfältigsten ist, kommt bei jedem das Internet sofort an erster Stelle. Zu Beginn dieser Erfolgsgeschichte stand die einfache Übermittlung von Informationen von A nach B. Doch heute, nach der Weiterentwicklung zum Web 2.0 ist es möglich im Mitmach-Web neue Freunde zu finden, ihre Fotos und Videos zu kommentieren und zu teilen. So wird aus dem passiven Konsument ein aktiver Produzent der die Funktion von Konsument und Produzent verbindet. Das Internet ist nun interaktiver als je zuvor und bietet vorallem im Bereich des Internet Marketings schier endlose Möglichkeiten und potentielle Kunden.
Auch für die Unternehmen bedeutet dies ein starken Wandel in Sachen Kommunikation mit den Kunden. Es kommt zu einer Verschiebung in der Art und Weise wie mit den Kunden umgegangen wird nicht nur weil der Kunde seine durch die sozialen Medien entstehende Macht zu nutzen weiß, sondern auch seine Auffassung und Interesse von und an Werbung grundlegend verändert wird. Es werden neue Experten gebraucht, die an die neuen Umstände angepasst und den Herausforderungen des modernen Web gewachsen sind. Die Marketingleiter vieler Unternehmen haben dieses schlummernde Kundenpotential erkannt und erweitern ihren Werberadius auf das Internet und Versuchen möglichst geschickt mittels Social Media Marketing die Kunden anzusprechen. Dennoch bedarf es Fingerspitzengefühl, denn nun ist im Gegensatz zum klassischem Kundengespräch der Aufbau eines interaktiven Dialogs gefragt der den Kunden bestens mit einbezieht und somit eine gute Kundenbindung aufbaut.
Nun kommen viele Fragen auf. Wie kann ein Unternehmen im Internet werben? Wie funktioniert die Umstellung des Marketingsystems? Welche verschiedenen Methoden gibt es? Wird die alte, bewährte „Plakatwerbung“ dann unnötig? Welche Möglichkeiten bestehen im Finanzsektor in Bezug auf Social Media Marketing? Und was für Marketingkonzepte stehen hinter den verschiedenen Internetriesen?
Auf diese Fragen und mehr wird in dieser Hausarbeit für den Politik und Wirtschaft Leistungskurs von Frau Kauter im genaueren eingegangen. Zu beginn wird als erstes der Begriff von Web 2.0 eingehend erläutert und ein Ausblick auf Web 3.0 gegeben. Danach folgt eine Definition von Social Media Marketing (SMM) und eine Erläuterung anhand von bekannten Beispielen. So wird zuerst das Partner Prinzip auf Youtube erklärt wie man dort Geld verdient und als Unternehmen bestimmte Zielgruppen ansprechen kann. Als größtes Soziales Netzwerk wird als nächstes Facebook genauer unter die Lupe genommen um zu sehen wie geschickt hier Werbung und Promotion eingesetzt und verkauft wird und welche Möglichkeiten und Nieschen es dort gibt. Als meist genutzte Suchmaschine darf auch Google nicht fehlen. Hier wird geschaut, ob und wie Google Geld verdient und andere benachteiligt oder Suchseiten Plätze verkauft. In letzter Zeit gab es auch viel Diskussion über den Online Vertriebsriesen Amazon, doch wieso ist amazon.de so erfolgreich? Und sind die Methoden wirklich sauber? Im folgenden Kapitel wird dann noch einmal Social Media Marketing bei Banken im einzelnen beleuchtet. Als letzten Themen Schwerpunkt werde ich dann noch auf das Multi Channel Management eingehen. Abschließend wird im Fazit alles noch einmal zusammengefasst und mit Ausblick auf die weitere Entwicklung bewertet und kommentiert.

 

2.0 DEFINITIONEN

2.1.0 DEFINITION VON WEB 2.0

Der Begriff Web 2.0 wurde erstmals im Dezember 2003 in der US-Ausgabe „Fast-Forward 2010 – The Fate of IT“ des CIO Magazin, eines Fachmagazins für IT-Manager, in dem Artikel „2004 – The Year of Web Services“ von Eric Knorr, Chefredakteur des IDG Magazins InfoWorld, in der gesamten Öffentlichkeit erwähnt. Es steht als Schlagwort für viele unterschiedliche interaktive und sammelnde Möglichkeiten im World Wide Web. Der Nutzer ist wie in der Einleitung schon genannt, nicht mehr nur Konsument, sondern wird zum Produzent aufgestuft, der selbst auch Inhalte veröffentlichen kann. Dennoch wird das ähnliche Fremdwort Social Media immer populärer. Seine Vorgängerversion die nun mit Web 1.0 betitelt wird bot nur wenigen Produzenten, meist großen Medienunternehmen, die Möglichkeit der großen Anzahl an Lesern (Konsumenten) Informationen zur Verfügung zu stellen. Mit der Entwicklung von Web 2.0 ändert sich die Wahrnehmung und Nutzung des Internets grundlegend. Nun kann sich eine Vielzahl von Nutzern vernetzten und mit Hilfe von interaktiven Elementen an den unterschiedlichsten Stellen beteiligen. Für das Marketing bedeutet dies, dass ein Wechsel weg von aktiver Verteilung hin zu aktiver Sammlung angestrebt wird, um die Internetnutzer anzuregen an dem Projekt selbst mit zu arbeiten. Die Bedienung und Anwendung der Seiten wird immer einfacher. So bedarf es keinen großen Kenntnissen in der Informatik oder Programmierkunst mehr, um Seiten zu gestalten oder Inhalte zu veröffentlichen, da eben diese nun interaktiv und nicht mehr nur statisch aufgebaut sind. Zudem denken die Anwendungen und Seiten im Internet nun selbst mit und aktualisieren sich nun regelmäßig selbst, was wiederum vor ein paar Jahren nicht so oft geschah da es immer mit einem großen Aufwand verbunden war. Es läuft immer mehr über den Browser und wird von Suchmaschinen gestützt, was die Entwicklung einer Seite sehr vereinfacht und spürbar beschleunigt. Besonders geprägt wurde der Begriff von Dale Dougherty (O’Reilly Verlag) und Craig Cline (MediaLive), die Web 2.0 auf einer Konferenz als Weiterentwicklung des Internets betitelten. O’Reilly und Battelle fassten Schlüsselprinzipien zur Charakterisierung von Anwendungen zusammen, die dem Begriff Web 2.0 zugeordnet werden konnten. So diente nun das Web selbst als Oberfläche und nicht mehr der jeweilige Computer selbst. Da nun jeder mitmachen und mitgestalten kann ist der Inhalt um einiges wichtiger als vorher wo es besonders auf das Aussehen und Auftreten nach außen ankam. Besondere Entwicklungen finden im Bereich der Software statt. So stellen viele Entwickler ihre Arbeit frei zur Verfügung und sie befindet sich in einer permanenten Entwicklungsphase an der viele Nutzer mitarbeiten können. Somit erfüllt die Software ein viel breiteres Aufgabenspektrum und es entsteht eine größere Vielfalt an Anwendungen. All diese Aspekte öffneten einer neuen Vielfalt von Anwendungen die Tore. So gibt es immer mehr Wikis bei denen Nutzer ihr Wissen zu einem Thema frei zusammentragen und sammeln, sowie veröffentlichen können. Es entstehen Blogs zu den unterschiedlichsten Themen bei denen ein oder mehrere Autoren Texte, Bilder und Videos veröffentlichen und zur Diskussion freigeben. Bei Podcasts im Internet kann jeder Aufnahmen von Ton oder Videos herunterladen und sich anhören, sowie selbst hochladen. Die wohl größten neuen Anwendungen sind die Sozialen Netzwerke, bei denen man sich einen Account erstellt und sich mit anderen Nutzern (Freunden) vernetzen kann. Es besteht die Möglichkeit neue Statusmitteilungen, Fotos und Videos mit allen zu Teilen und auf möglichst viele Likes und Kommentare zu hoffen. Im Chat kann man sich so einfach wie nur möglich mit jedem anderen User unterhalten als säße man ihm gegenüber. Zudem entstanden virtuelle Welten in denen man selbst wie in einer anderen, dreidimensionalen Welt leben kann. Social Bookmarks und News bieten die Möglichkeit wie der Name schon selbst vorwegnimmt, Bücher und Zeitungen im Internet zu lesen. Auch Media Sharing Dienste werden genutzt um eine Vielfalt an Daten mit der ganzen Welt zu teilen.
Für die Wirtschaft bedeutet all dies ein riesiges, ökonomisches Potential da die wichtigste Zielgruppe (junge Leute) in Massen bei Web 2.0 Anwendungen vertreten ist. So hat Facebook bereits mehr als eine Milliarde Nutzer und erreicht mehr als die Hälfte der Internetbevölkerung.

 

2.1.1 DEFINITION VON WEB 3.0

Kommt zur Version von Web 2.0 noch das Semantische Web dazu spricht man von Web 3.0. Aber was bedeutet semantisch? Diesem System wird die künstliche Intelligenz zugrunde gelegt. Bis jetzt können die im Internet gezeigten Inhalte nur von den Nutzern selbst gelesen, gedeutet und ausgelegt werden. Beim Semantischen Web allerdings werden Informationen sofort zusammengetragen und logische Schlussfolgerungen, aufgrund einer riesigen Fülle an Daten gezogen. Diese werden dann wiederum weitergegeben und weiterverarbeitet, um dem Nutzer zum Beispiel bei einer Reise auf aktuelle Situationen (wie die Wetterlage) und persönliche Vorlieben (wie den Essensgewohnheiten) die besten Möglichkeiten und Vorschläge darzustellen.

 

2.2 DEFINITION VON SOCIAL MEDIA MARKETING

Die neu entstandenen Sozialen Medien ermöglichen eine ganz neue, direkte Kommunikation der Unternehmen sowohl mit bestehenden als auch mit potentiellen Kunden. Es ist folglich eine Ausweitung des Marketings auf den Bereich Social Media, welche heute unumgänglich ist, da zum Beispiel alleine nur in Deutschland 40 Millionen Menschen bei Sozialen Netzwerken aktiv und involviert sind. Mithilfe von aktiver und strategisch geschickter passiver Nutzung von Sozialen Medien wird ein enger Kontakt mit den Kunden ermöglicht und aufgebaut. Es wird gezielt die Gruppe die das zu vermarktende Produkt ansprechen soll mit einbezogen und kundenorientiert angesprochen. Diese Marketing Methode ist demnach von der Interaktion und Partizipationswilligkeit der Kunden abhängig und wird deshalb auch oft Mitmach-Marketing genannt. Seit dem auftreten von Web 2.0 Anwendungen ist die Zielsetzung in erster Linie auf den direkten Kundenkontakt getrimmt. Somit ist es elementar wichtig, möglichst viel Aufmerksamkeit auf das angebotene Produkt und beziehungsweise oder das Unternehmen zu lenken. Es muss also darauf geachtet werden, die allgemeine Sichtbarkeit im Internet zu erhöhen. Die Platzierung in den Suchmaschinen sollte im besten Fall ganz oben und zumindest auf der ersten Seite sein. Auch müssen die Stellen zur Werbungsschaltung geschickt gewählt werden. Des weiteren soll auf verschiedene Art und Weise das Produkt mit Hilfe von ansprechender Unterhaltung schmackhaft gemacht werden. So wird zum Beispiel ein kleines Minispiel programmiert bei dem man eine Figur mit Klamotten kleiden kann, um eine Modefirma zu promoten. An anderer Stelle können interaktive Clips mit Stars und Personen des öffentlichen Lebens erstellt werden, durch die man sich mit dem Gefühl in Wirklichkeit mit der Person zu interagieren durchblicken kann und die Meinung entstehen soll, wenn der das benutzt und toll findet und damit so erfolgreich ist will ich das auch um genauso zu werden. Demnach sollten besonders Idole der anzusprechenden Altersgruppe gewählt werden um die Identifikation mit der Persönlichkeit und somit dem Produkt noch mehr zu steigern. Dazu können mit Zuhilfenahme von Sozialen Netzwerken wie Facebook Inhalte erstellt werden, die möglichst oft von Nutzern geteilt und an möglichst viele Nutzer weitergegeben werden sollen. Als Beispiel nehmen wir zuerst einmal ein lustiges Bild in dem das zu vermarktende Produkt zu sehen, oder auf irgend eine Art und Weise in Verbindung zu setzen ist. Nun drücken die Nutzer „Gefällt Mir“ (sie liken), kommentieren oder teilen das Bild sogar mit all ihren Freunden, womit eine große Zahl an Usern in kurzer Zeit, mit wenig Aufwand und wenig Kosten erreicht werden kann. Es kann auch mal ein ansprechendes Gewinnspiel sein bei dem man zur Teilnahme die Seite liken und das Bild liken, teilen und kommentieren muss. So wird eine noch viel größere Masse an potentiellen Kunden angesprochen, die je nach Beliebtheit und Wert des Gewinnspielpreises variiert. Es darf sich allerdings nicht nur auf ein Soziales Medium konzentriert werden, da überall eine Vielzahl an Möglichkeiten liegt. Es muss also dafür gesorgt werden, dass man überall möglichst stark vertreten ist. Hat demnach ein Unternehmen eine große Facebookseite mit vielen Nutzern aber nur einen kleinen Youtubekanal der sich noch in den Startlöchern befindet, wird dieser bei Facebook angepriesen und mit einbezogen, um möglichst viel Aufmerksamkeit auch hierauf zu lenken. Bei allen diesen Punkten muss darauf geachtet werden, dass die entstandene Bindung zwischen Unternehmen und Kunden nicht nur temporär sondern dauerhaft erhalten bleibt, um auch eine positive Entwicklung auf lange Zeit zu erreichen und nicht nur ein kurzes Hoch der Verkaufszahlen vorweisen zu können. Das Image des Unternehmens nach außen wird aufgebessert und in der Öffentlichkeit positiv wahrgenommen, was den Bekanntheitsgrad wiederum enorm steigert, der dann sofort die Besucherzahlen auf der Website in die Höhe schnellen lässt. In Folge dieser im Kreislauf entstehenden Kettenreaktion kommt es zu einer stetigen Verbesserung und Neuentwicklung von diversen Produkten und Dienstleistungen. Dieses System wird allerdings nicht nur von Unternehmen zur Vermarktung genutzt. Denn auch viele Prominente wie Schauspieler, Sänger, Sportler und vor allem Politiker nutzen diese Möglichkeit, um ihr Auftreten und ihre Sache möglichst positiv und oft sogar geschönt darzustellen und das Image aufzubessern. Zusammenfassend kann man sagen, dass bei Social Media Marketing mit Hilfe von aktuellen Informationen, Expertenmeinungen, Sammlung von interessanten Themen, ansprechenden Inhalten und Aufbau einer Gemeinschaft eine möglichst enge Bindung mit den Kunden entstehen soll, die wiederum überall mitwirken können. Trotzdem kann es, so ansprechend es auch sein mag, schnell zu einer negativen Auswirkung von Social Media Marketing kommen, da bei einem falschem oder gar anstößigem Inhalt, der nicht einmal zwingend der Meinung des Unternehmens entspricht, ein regelrechter „Shitstorm“ ausgelöst wird bei dem sowohl das Image als auch das gesamte Unternehmen im Internet angegriffen wird. So musste Walmart zum Beispiel nach wiederholter Zensur in ihrem Blog mit vielen schlechten Kommentaren und immer schlechter werdenden Bewertungen umgehen. Auch Nestle wurde im Internet ins Kreuzfeuer von Umweltaktivisten genommen. In zahlreichen Kommentaren und bald sehr populären Youtube Videos wurden sie mit dem Vorwurf beschuldigt, dass ihre kontinuierlich fortgesetzte Verwendung von Palmöl zur Zerstörung des Regenwalds und somit der Natur und dem Lebensraum vieler einzigartiger Tiere führt. Trotz dieser negativen Ereignisse im Beriech von Social Media Marketing, die einige Unternehmen hinnehmen mussten und auch immer wieder müssen werden, ist das Potential besonders hier noch längst nicht ausgeschöpft und wird mit der Weiterentwicklung des Internets immer mehr wachsen.

 

3.0 SOCIAL MEDIA PLATTFORMEN UND BEISPIELE

3.1 YOUTUBE

Als wohl bekannteste und meistbesuchte Videoplattform wird die Bedeutung von Youtube immer größer. Viele Studien zeigen, dass immer mehr Menschen weg von Fernsehprogrammen hin zu Onlinestreamingdiensten gehen bei denen man zu jeder Zeit das gewünschte schauen und dauerhaft aus einer geballten Fülle auswählen kann. Das Social Media Marketing System von Youtube sucht in seiner Komplexität seinesgleichen und wird von Youtube selbst möglichst geheim gehalten. Wer schon einmal auf Youtube unterwegs war kennt die unterschiedlichen Formate von Werbung. Sofort auf der Startseite fallen einem ein dicker Banner Oben und meist auch an der Seite und ganz unten auf, bei denen in interaktiver Videoform bestimmte Youtubekanäle von Unternehmen wie Coca Cola oder Gillette vorgestellt und verlinkt werden. Klickt ein Benutzer auf die bunt leuchtende Werbefläche gelangt er sofort zu dem Kanal des jeweiligen Unternehmens, wo wiederum mit ansprechenden und abwechslungsreichen Videos die Kunden angesprochen, die sich wiederum aus Neugier und Wunsch nach Unterhaltung durch die geschickt, mit Hilfe von Social Media Marketing Strategien, getarnte Werbung klickt. Auffällig ist zudem, dass immer die gesamte Startseite nur mit einem Unternehmen beworben ist, um möglichst hohe Aufmerksamkeit und somit Erfolge zu erzielen. Sucht man nun nach einem Video bekommt man bei den Sucheinträgen gelegentlich Gelb hinterlegte und somit gesponserte Videos bei denen ein Unternehmen Werbegebühr dafür bezahlt, dass ihr Video bei einem bestimmten, möglichst häufig eingegebenem Suchstichwort ganz oben erscheint, um wieder eine große Zahl an potentiellen Kunden anzusprechen. Hat man ein interessantes Video gefunden, das auch schon eine größere Zahl an Aufrufe hat wird man auf verschiedene Art und Weise mit Werbung konfrontiert. So kommt entweder sofort zu Beginn Werbung die man mindestens 5 Sekunden, manchmal aber sogar ganz fertig schauen muss oder das Video wird mehrmals mit eingeblendeter Werbung oder Werbebannern unterbrochen. Doch wie funktioniert diese Werbungsschaltung und vor allem wer bekommt das Geld? Sobald ein Youtube Nutzer eine bestimmte Anzahl an Klicks auf seine Videos im Gesamten und möglichst viele Follower hat, wird er von Youtube angeschrieben und erhält ein Angebot zur Aufnahme in das Youtube Partner Programm. Nachdem der Vertrag, mit niemandem über Inhalte und Beziehungen innerhalb des Programms zu reden, unterzeichnet wurde ist der Youtube Nutzer zusammen mit seinem Kanal und einer Beschreibung der Zielgruppe, die den größten Teil seiner Zuschauer ausmacht und die er somit besonders anspricht, für die Partner, die Unternehmen sichtbar. Diese können nun nach Kanälen suchen die ihrer Zielgruppe möglichst genau entsprechen und mit den Betreibern in Kontakt treten, um einen Werbevertrag auszuhandeln. So wird ein Hersteller von Computerspielen wahrscheinlich einen Kanal mit Videos, in denen zum Beispiel Videospiele bewertet oder gezeigt werden auswählen, da hier besonders viele Computerspieler mit der Werbung erreicht werden. Dies bietet eine höchstmögliche Abstimmung auf die Zielgruppe. Der Youtube Nutzer bekommt nun, wie im Vertrag ausgehandelt, pro Klick, Kommentar, Abonnent und Bewertung einen bestimmten Geldbetrag, der bei mehreren Millionen Klicks ordentlich hoch sein kann. Auch Youtube selbst verdient als Vermittler immer mit. Als weitere Marketing Möglichkeit auf Youtube nutzen die Unternehmen die Hilfe von Dienstleistern die den eigenen Kanal promoten. Sie kaufen sich also Klicks, Kommentare, Abonnenten und positive Bewertungen um ein besseres Image zu erreichen und somit dann auch mehr „echte“ Kunden zu erreichen.

 

3.2 FACEBOOK

Facebook bietet als größtes Soziales Netzwerk mit mehr als einer Milliarde aktiven Nutzern eine Fülle an Marketing Möglichkeiten, die ausgiebig von fast allen Unternehmen genutzt werden. Es gibt heute fast kein Unternehmen ohne Facebookpräsenz, da man sonst im Wettbewerb einen akuten Nachteil hätte. Wie zu Beginn der Hausarbeit schon erklärt, benutzen die Unternehmen geschickte Methoden wie ansprechende Bilder oder Gewinnspiele, um auf sich aufmerksam zu machen. Wie bei Youtube auch, besteht die Möglichkeit, bestimmte Einträge zu sponsern damit sie bei den Nutzern an oberster Stelle in den Neuigkeiten erscheinen. So werden diese Einträge sofort wahrgenommen und erreichen die Nutzer auf jeden Fall und verschwinden nicht in der Fülle von anderen Beiträgen. Es kommt also zu einer großen Steigerung der Anzahl von angesprochenen Usern. Diese Möglichkeit zu Popularitätssteigerung besteht durchaus auch für Privatpersonen die somit zum Beispiel mehr Likes und Kommentare auf ihr Profilbild bekommen können. Auch die Option Likes und Follower für Seiten zu kaufen besteht auf Facebook genauso um nach Außen beliebt und berühmt zu wirken und somit das Vertrauen der „echten“ Nutzer zu erlangen. An der Seite und zwischen den Neuigkeiten erscheinen immer abwechselnd gezielt geschaltete Werbeblocks, die wiederum auf den einzelnen Benutzer abgestimmt sind und mit einbeziehen, auf welchen Seiten er war, welche Beiträge er geliket hat oder welche Spiele er aktuell spielt. Es kommt also zur perfekten Abstimmung der Werbung auf die Interessen des Benutzers und somit zur Interaktion zwischen Unternehmen und Kunde im Rahmen des Social Media Marketing.

 

3.3 GOOGLE

Als größte und beliebteste Suchmaschine ist es für die Unternehmen besonders hier wichtig einen Top Platz bei den Suchergebnissen zu erreichen. Somit ist es also kaum verwunderlich, dass auch hier die Möglichkeit besteht, dass die Internetseiten eines Unternehmens nach Bezahlung gelb hinterlegt und ganz oben bei bestimmten Sucheinträgen erscheinen. Auch wenn Google behauptet, dass die Reihenfolge aus der Popularität der Seite resultiert, ist es auffällig, dass besonders Seiten und Produkte bei denen Google mitverdient oder die gar unternehmeneigen sind in Relation zu weit oben erscheinen. Doch hierzu schweigt Google, um sich selbst zu schützen, was den Verdacht allerdings immer glaubhafter macht. Tatsache ist aber, dass Google auf Seiten mit möglichst hohen Besucherzahlen Werbeflächen vermietet, die Unternehmen ähnlich wie bei dem Partnerprogramm von Youtube nach Zielgruppen auswählen kann. Die daraus entstehenden Einnahmen gehen zu 50% an Google und die andere Hälfte an den Inhaber und somit Host der Seite.

4.0 Ausblick und Bewertung

Persönlich finde ich das System von Social Media Marketing sehr ansprechend und interessant, da man sich bequem von zu Hause über Unternehmen und deren Produkte sowie Dienstleistungen informieren kann und sich sofort ein ziemlich genaues Bild, fast als wäre man im Geschäft (Der Kirche) selbst, machen kann. Besonders die junge Generation, zu der ich noch zweifellos gehöre, wächst mit dieser Art von Marketing auf und es ist Bestandteil des täglichen Lebens im Internet. Somit ist SMM fest in den Köpfen verankert und dort auch nicht mehr wegzudenken. Durch den Facebook Hype verbringen viele Schüler den halben Tag auf Sozialen Netzwerk Plattformen und werden im Unterbewusstsein durch geschickte Methoden mit Werbung berieselt, welche dann wieder zur aktiven Suche anregt. Durch das Erscheinen von Smartphones und der iPhone Revolution erweitert sich SMM und wird ein immer größerer Bestandteil im modernen Alltag, da fast jeder mit einem mobilen Datenträger plus Internetzugang unterwegs, somit dauerhaft vernetzt, wenn auch meist ungewollt, offen für interessante Marketing Angebote ist. Der technische Fortschritt wird das Social Media Marketing mit neuen Entwicklungen immer weiter vorantreiben, verbessern und noch attraktiver und erfolgreicher machen.

Ich sehe diese Möglichkeit für die Kirche als schwierig an, denn es kann keinen Ersatz für den persönlichen Kontakt zwischen Menschen geben. Doch vielleicht wäre dies eine erfolgreiche Methode, vor allem junge Leute wieder zum Glauben zu bringen.

Moritz Krause

Im 21. Jahrhundert angekommen?

IM 21. JAHRHUNDERT ANGEKOMMEN?

 

Ist die Katholische Kirche im jetzigen Jahrhundert angekommen? Kann man die vermeintlich veraltete Ideologie in der heutigen Zeit mit gutem Gewissen vertreten? Fragen, die sich in den letzten Monaten immer mehr aufgedrängt haben. Im Februar dieses Jahres berichteten die Medien über einen sehr häufig scharf kritisierten Fall. Eine offenbar vergewaltigte Frau wurde in Köln von mehreren katholisch geführten Krankenhäusern abgewiesen. Ein Szenario, dass an die Weihnachtsgeschichte erinnert. Maria und Josef zogen von Haus zu Haus und ihnen wurde kein Einlass gewährt. Mit der schwangeren Maria, waren sie in einer klaren Not-Situation. So wie die Frau in Köln, auch wenn die Einzelheiten um einiges unterschiedlich sind. Zugegeben, ist das keine katholische Geschichte, dennoch wird sie Jahr für Jahr in vielen Kirchen nachgespielt. Ein, in einem katholischen Krankenhaus arbeitender Arzt riskiert seinen Job, wenn er die „Pille danach“ verschreibt. „Gut“, kann man sagen, wer das Orchester bezahlt bestimmt auch die Musik. Theoretisch richtig, praktisch leider falsch. Schauen wir uns an drei Beispielen an, wie katholisch geführte Institutionen finanziert werden. Kitas werden noch immerhin zu 5% von der Kirche finanziert. 95% allerdings übernimmt die „öffentliche Hand“. Bei Altenheimen und Krankenhäusern sind es die vollen 100%, die von der „öffentlichen Hand“ finanziert werden.

Übersetzt heißt das, die Kirche Zahlt so gut wie nichts, hat aber das sagen.

Kann man den letzten Satz so stehen lassen? Wenn man beim Erzbistum Köln nachfragt bekommt man folgende Antwort: „Nein, natürlich bezahlt die Kirche etwas“. Es wird darauf verwiesen, dass die Kirche in ihren Krankhäusern „immerhin“ die Kapelle finanziert.

 

Nachdem nun sehr viel Kritik an diesem, von den Medien dargestellten „Skandal“ geübt wurde, musste man erfahren, dass laut Kirche, die Kirche selbst das wahre Opfer sei. Erzbischof Gerhard Ludwig Mülller, Leiter der römischen Glaubens Kongregation sagte zum Beispiel: „Im Fernsehen werden Attacken gegen die katholische Kirche geritten (…) hier wächst eine künstlich erzeugte Wut, die gelegentlich schon heute an eine Pogromstimmung erinnert.“

Ein Kommentar des Leiters der Glaubens Kongregation, was früher Inquisition hieß, der Empörung auslöste.

Dieser Aussage wurde zwar sehr schnell auch aus eigenen Reihen widersprochen. Trotzdem, ein weiteres Beispiel: Eine Erzieherin wurde beim zweitgrößten Arbeitgeber Deutschlands entlassen, weil sie sich scheiden ließ. Die Äußerung des zuständigen Pfarrers war, dass das Problem die neue Partnerschaft sei, und er genug Beispiele kenne, bei denen Menschen, die verlassene wurden, auf vorbildliche und tapfere Art und Weise es geschafft hätten sich nicht wieder zuverheiraten.

 

Wenn man eine weitere Aussage Müllers hört fragt man sich ,ob die katholische Kirche überhaupt mit uns im 21. Jahrhundert leben möchte. In einem Interview der „Welt“ sagte Müller weiter: „Nötig ist eine Erneuerung der Volksfrömmigkeit, nicht aber eine Aufweichung dogmatischer Grundsätze.“

 

Mit dieser Einstellung, fällt es der breiten Öffentlichkeit sehr schwer an eine positive  Zukunft der katholischen Kirche zu denken. Gut, dass es noch einen Lichtblick bei diesen ganzen negativen Äußerungen gibt.

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, sagte: „Wir müssen uns in der Kirche damit auseinandersetzen, warum wir mit der christlichen Botschaft immer weniger Menschen erreichen. Das kann sicher nicht nur an den Menschen liegen.“

Kościół katolicki w Polsce/ Die katholische Kirche in Polen

Im folgenden Artikel möchte ich euch die Katholische Kirche in Polen und die Kultur die damit verbunden ist vorstellen.

Kirche ist in Polen ein sehr wichtiger gesellschaftlicher Grundstein. Viele Menschen besuchen die heilige Messe regelmäßig und 95 % der polnischen Staatsbürger sind getauft. Wenn man sich im Sonntagsgottesdienst in den Kirchen umschaut, so stellt man schnell fest, dass jede Altersgruppe vertreten ist von ganz kleinen Kindern bis hin zu Senioren. In den meisten Familien ist es seit Generationen brauch die Messe zu besuchen und regelmäßig zu beten.

Die Christianisierung Polens ist auf das Jahr 966 zurückzuführen. In der Geschichte hatte es Polen alles andere als leicht, da es durch zahlreiche Fremdherrschaften geprägt ist. Die Kirche hatte vor allem zu diesen Zeiten der Fremdherrschaft eine entscheidende Rolle für das polnische Volk. Vor allem die Wahl des polnischen Kardinals Karol Wojtyła zum Papst Johannes Paul II. im Jahre 1987, hat das Bewusstsein der gesamten polnischen Nation gestärkt. Polen befand sich von 1945 – 1989 unter russischer Fremdherrschaft, die 1989 ihr Ende fand.

Heute ist Polen, kirchlich gesehen, in 14 Erzbistümer und 41 Diözesen eingeteilt. Nach offiziellen Angaben sind 95 % der polnischen Bevölkerung katholischen Glaubens.

Die polnische katholische Kirche organisiert sehr viele Aktionen und nationale Begegnungen. So findet jährlich ein durch die Kirche unterstütztes Jugendtreffen statt. Die Begegnung trägt den Namen „Ogólnopolskie Spotkanie Młodych Lednica 2000“ ( „Allgemein polnisches Jugendtreffen Lednica 2000″ ) und findet auf den Feldern von Lednica, einem Teil des Dorfes Imiołki (40 km nord – östlich der Stadt Posen gelegen) in der Wojewodschaft Großpolen statt. Das Treffen gilt als größtes religiöses Jugendtreffen ohne die Anwesenheit des Papstes.

In Polen ist es Tradition zu Fuß nach Częstochowa (Tschenstochau) auf die Jasna Góra (Klarenberg) zu pilgern.
Die Pilger pilgern jährlich zur Sommerzeit nach Tschenstochau, von Ende Juli bis Anfang – Mitte August. Sie kommen aus nahezu allen Städten und legen einen Fußmarsch von 100 km bis zu 600 km zurück. Es nehmen jährlich ca. 100.000 Pilger an der Wallfahrt teil. Unterwegs wird gesungen, gebetet und sich über Gott und die Welt unterhalten.
Auf der Jasna Góra angekommen, verweilen die Pilger dort für ungefähr 10 – 15 Tage.
Hintergrund dieser Wallfahrt ist das Bild der Schwarzen Madonna von Częstochowa ( Matka Boska Częstochowska ), welches sich in dem Paulinerkloster “ Jasna Góra“ befindet. Dieses Marienbild gilt als das größte nationale Heiligtum Polens und befindet sich seit 6 Jahrhunderten in der Kapelle der Pauliner.

In der Stadt Piekary Śląskie ( Deutsch Piekar ) kommen jedes Jahr Männer und männliche Jugendliche aus ganz Schlesien und den umliegenden Wojewodschaften ( polnischer Verwaltungsbezirk ) zusammen um dem Bildnis der Heiligen Madonna von Piekary ( Matka Boska Piekarska ) zu huldigen. Sie gilt als Schutzpatronin der Gesundheit. Die Wallfahrt findet immer am letzten Sonntag im Mai statt. In diesem Jahr nahmen sogar der polnische Präsident ( Bronisław Komorowski ) und der tschechische Erzbischof teil. Insgesamt nahmen an der diesjährigen Wallfahrt ungefähr 100.000 gläubige Christen teil.

Seit 1975 findet jedes Jahr in vielen Städten Polens eine “ Christlich-Kulturelle Woche “ statt. Sie wurde von zwei Priestern ins Leben gerufen und ist ein Einwöchentlicher Zyklus aus verschiedenen kulturellen Events die mit dem christlichen Glauben und der christlichen Soziallehre verwoben werden. Zu den stattfindenden Events gehören Konzerte,
Ausstellungen, Wortgottesdienste und vieles mehr.

Die Kirche ist in den Medien sehr aktiv und hat insgesamt 81 Zeitungen und Zeitschriften die täglich, wöchentlich, monatlich oder jährlich herausgegeben werden.
Eine sehr bekannte Zeitschrift ist der „Gość Niedzielny“ („Sonntagsgast“). Diese wird wöchentlich herausgegeben und wird jede Woche nach dem Sonntagsgottesdienst von Ministranten vor der Kirche verkauft. Zudem gibt es 25 katholische Radiosender in ganz Polen. Der wohl bekannteste Sender und am stärksten mit der katholischen Kirche assoziierte Sender ist Radio Maryja . Die meisten Höhrer dieses Senders sind Menschen ab 40 Jahren aufwärts. Diese bilden ca. 80 % der Höhrer von Radio Maryja. Das Sendeprogramm enthält unter anderem : Gebete, Meditation und Kirchenmusik. Außerdem werden täglich Gottesdienste live aus verschiedenen Kirchen in ganz Polen übertragen. Dies ist vor allem für ältere oder gehbehinderte Menschen sehr von Vorteil, da sie von Zuhause aus, mithilfe des Radios, am Gottesdienst teilhaben können.

Selbstverständlich gibt es auch zahlreiche Projekte der polnischen Kirche im karitativen Bereich. Die Caritas Polska besteht seit den 1920-er Jahren, musste ihre Arbeit ab 1950 einstellen, da sie von den Russen verboten wurde. Erst am 10 Oktober 1990 wurde sie wieder ins Leben gerufen und konnte ihre Arbeit wiederaufnehmen. Die Caritas Polska hilft unter anderem Arbeitslosen, Obdachlosen, Kindern aus armen Familien oder Migranten. Darüber hinaus hat die Caritas Polska in den 90-er Jahren Bildungs- und Betreuungseinrichtungen errichtet: Rehabilitationszentren,
Pflege- und Betreuungseinrichtungen, Küchen für Arme, Hort für Kinder und Jugendliche. Sie leistet zudem auch Auslandshilfe. Die Caritas gibt jährlich ungefähr 50 Millionen Złoty für die Hilfen aus.

In Polen sind auch viele Bildungseinrichtungen in kirchlicher Hand. So besitzt die Kirche aktuell 1240 Kindergärten und Grundschulen ( Die Grundschule wird in Polen ab dem 7. Lebensjahr 6 Jahre lang besucht ) mit 133.000 Schülern, 417 Gymnasien ( Das Gymnasium wird nach der Grundschule 3 Jahre lang besucht ) mit 83.000 Schülern und 417 weiterführende Schulen ( Liceum ( gymnasiale Oberstufe) Technikum ( vergleichbar mit der Realschule) ) und Universitäten mit 100.000 Schülern und Studenten.

Zudem führt die Kirche 33 Krankenhäuser, 267 Altenheime und Pflegeeinrichtungen und 538 Kinderheime.
Die polnische Kirche ist im Besitz von 17.533 Kirchen und Kapellen und ungefähr 160.000 Hektar Land.

Sie Finanziert sich zum einen aus den Spenden die im Gottesdienst eingenommen werden und zum anderen aus Subventionen vom polnischen Staat. Die Spenden belaufen sich jährlich auf ca. 6 Mrd. Złoty ( ca. 1.5 Mrd. Euro ). Die staatlichen Subventionen belaufen sich pro Jahr auf ca. 80 Mio. Złoty. Zur Zeit der russischen Fremdherrschaft wurde die Kirche vom Staat nicht unterstützt, d.h. die Kirche musste von dem leben was sie an Spendengeldern von Volk erhalten hat. Dies ist möglicherweise ein Grund weshalb die Spendenbereitschaft in Polen immer noch so enorm hoch ist. Doch für die Zukunft plant die Regierung eine Kirchensteuer einzuführen, doch das sind vorerst nur Pläne.

Abschließend lässt sich sagen, dass die Kirche in gewisser Maßen das Rückgrad der polnischen Gesellschaft ist und, dass das alltägliche Leben auch stark beeinflusst.

Das war eine kleine Einführung in die Katholische Kirche in Polen und ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick verschaffen.

Mediengestütztes Arbeiten der Kirche – Historie

Während der Bearbeitungszeit unseres ReliGK2013-Blogs haben wir uns damit beschäftigt, wie die Kirche in den Medien auftritt und sich das Auftreten im Laufe der Jahre verändert hat. Dazu setzten wir uns mit der Entwicklung der Medien auseinander und arbeiteten diese im Bezug auf die Kirche heraus.

Wie wir schon in unserem ersten Beitrag erwähnten, befassten wir uns sowohl mit der historischen Geschichte, deren Ergebnisse wir in Form eines Videos zusammengefasst haben, als auch mit den aktuell von der Kirche genutzen Medien, die wir auf einer selbst gestalteten Website vorstellen möchten. Um den Klausurersatz möglichst interessant zu gestalten, entschieden wir uns für diese Methoden.

Weiterlesen

Kirchenrechte in der Kritik

Im Codex Iuris Canonici, Buch 3, Titel 4: „Soziale Kommunikationsmittel, insbesondere Bücher“ wird speziell behandelt, welche Gesetzte beim veröffentlichen von kirchlichen Schriften befolgt werden müssen.

Can. 823 — § 1. Um die Unversehrtheit der Glaubenswahrheiten und der Sittenlehre zu bewahren, ist es Pflicht und Recht der Hirten der Kirche, darüber zu wachen, daß nicht durch Schriften oder den Gebrauch der sozialen Kommunikationsmittel Glaube oder Sitten der Gläubigen Schaden nehmen; ebenso haben sie zu verlangen, daß von Gläubigen herauszugebende Schriften, die den Glauben oder die Sitten berühren, ihrem Urteil unterworfen werden; schließlich haben sie Schriften zurückzuweisen, die dem rechten Glauben oder den Sitten schaden.

Dieser Absatz repräsentiert den Inhalt des oben genannten Titels.
Einerseits offenbart die Kirche eine gewisse Fürsorge für den Glauben und die Gemeinde und verhindert so, dass unbefugte Personen in die Verbreitung des Glaubens eingreifen. Beispielsweise wird streng kontrolliert, was genau im Religionsunterricht behandelt wird. Außerdem müssen Bibelübersetzungen auf ihre „Richtigkeit“ überprüft werden. Diese Sicherheitsmaßnahmen stellen sicher, dass das Statement der Kirche nicht verfälscht wird.
Andererseits schützt sich die Kirche selbst, indem sie ihren Bereich der Medien streng überwacht (siehe CIC, Buch 3, Titel 4).

Dies wird durch dieses aktuelle Beispiel genauer erläutert:
Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche
Für das Verständnis unseres Beispiels ist es hilfreich sich dieses Video anzuschauen.

Kirchenrechte, wie das genehmigte Vernichten von Archivmaterialien, ermöglichen die Wahrung des traditionellen Ansehens der Kirche. Um sich selbst zu schützen ergreift die Kirche die Möglichkeit ihren Anspruch auf Sendezeit in den sozialen Medien zu nutzen und sich dementsprechend zu präsentieren. Dadurch kann sie ihre Handlungen rechtfertigen, um einer steigenden Anzahl an Austritten vorzubeugen.
Außerdem wird vermutet, dass „40 des Missbrauchs verdächtigte Priester und Mitarbeiter […] nach wie vor im Dienst [seien]“. Ist es bloß Unachtsamkeit oder ist sich die Kirche dessen bewusst?!

Das Aufgreifen oben genannter Taten in den Medien wäre ohne Pressefreiheit und Meinungsfreiheit nicht möglich gewesen, denn die Kirche versucht mit allen Mitteln negative Schlagzeilen zu vermeiden. Wir fragen uns nun inwiefern die Kirche zu Zeiten ohne Pressefreiheit Einfluss auf die Menschheit genommen hat. Ist sie komplett ohne äußere Kontrolle gewesen? Kann die Kirche noch für vertuschte Streitfälle zur Rechenschaft gezogen werden? Was verbirgt sie noch?

Wir haben die katholische Kirche bis jetzt in einem negativen Licht dargestellt, kann es jedoch sein, dass sie bloß ein weiteres Opfer der Medien geworden ist? Schon seit längerem ist die Kirche und der Glaube an Gott in der Kritik. So sind die Missbrauchsfälle ein „gefundenes Fressen“ für die Presse. Die Kirche, als eine der größten Organisationen weltweit, erregt bei den Lesern mehr Aufsehen, als einzelne Straftaten es je könnten. Andere Missbrauchsfälle (und Ähnliches) die nicht mit der Kirche in Verbindung stehen, stehen folglich weniger im Zentrum der Medienmassen und rücken in den Hintergrund. Dies ist natürlich keine Rechtfertigung, jedoch ist es falsch die katholische Kirche für die Taten Einzelner verantwortlich zu machen.

Abschließend lässt sich sagen, dass wir als Rezipienten durch die Medienmassen verwirrt sind. Es fehlt uns an Transparenz, sodass wir nicht mehr wissen, was wir nun glauben sollen. Sind augenscheinlich objektive Medienberichte wirklich objektiv? Woher können wir wissen was die Wahrheit ist?

Bei Fragen helfen wir euch gerne weiter.